Kristina Krauss

»Ihr Osteopath versteht Ihren Körper als funktionale Einheit.«

Symptom und Ursache einer Funktionsstörung
muss nicht an der selben Stelle im Körper zu finden sein.

Was ist Osteopathie?

Die Behandlung von Bewegungseinschränkungen und Funktionsstörungen nach einem ganzheitlichen Prinzip

Die Osteopathie verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und blickt auf eine rund 130 Jahre dauernde Geschichte zurück. Sie begreift den Körper als eine Einheit, die man nicht in voneinander unabhängigen Einzelteilen betrachten und behandeln kann. Das Ziel der Osteopathie ist die Suche nach der Ursache von Beschwerden und Bewegungseinschränkungen, die mitunter weit von den schmerzenden Stellen entfernt liegen können.

Körperliche Probleme bleiben oft zunächst verborgen, denn unser Organismus gleicht vieles erst einmal ohne Symptome aus: Was die eine Struktur nicht optimal leisten kann, kompensiert eine andere. Irgendwann ist aber die Anpassungsfähigkeit erschöpft.

Eine winzige Belastung, eine anscheinend unbedeutende Bewegung oder ein alltäglicher seelischer Konflikt lösen scheinbar über Nacht die Beschwerden aus. In meiner Praxis für Osteopathie in Köln Sülz untersuchen und behandeln wir Funktionsstörungen und Bewegungseinschränkungen.

Mögliche Ursachen wie:

  • Fehlstellungen an Gelenken, Wirbelsäule und Schädel
  • Spannungsveränderungen im Muskelsystem
  • Spannungsveränderungen im Organsystem

suchen und korrigieren wir unter Anwendung der verschiedenen osteopathischen Techniken.

Der Körper als funktionelle Einheit – das Grundprinzip der Osteopathie

Jeder Mensch trägt die für seine Gesundheit notwendigen Ressourcen in sich. Er ist eine Funktionseinheit, in der Körper, Geist und Seele als ein vereintes Ganzes wirken, um sich ständig selbst zu heilen. Die Osteopathie geht davon aus, dass sich alle unsere Strukturen, die Knochen-, Muskel-, Nerven-, Organ- und Stoffwechselsysteme, gegenseitig beeinflussen.

Damit unser Körper funktions- und leistungsfähig ist, müssen alle diese Systeme miteinander harmonieren. Eingeschränkte Funktionen werden von anderen, weniger belasteten Körperregionen übernommen.

Störungen, zum Beispiel ausgelöst durch

  • Fehlhaltungen am Schreibtisch/am Arbeitsplatz
  • Familiäre Belastung
  • Stress im Beruf
  • Verletzungen wie ein Schleudertrauma

kann der Körper lange Zeit ausgleichen. Diese wertvolle Fähigkeit unseres Körpers ist jedoch begrenzt. Mehrere kleine Einschränkungen, die man oft gar nicht miteinander in Zusammenhang bringt, können sich summieren und durch einen kleinen Auslöser zu plötzlichen Bewegungseinschränkungen führen – zum Beispiel eine falsche Bewegung, die zu einem Hexenschuss führt.

Das Ziel: Die Ursache von Beschwerden finden und die Systeme in Einklang bringen

Das Ziel einer osteopathischen Behandlung liegt darin, die Ursachen von Beschwerden aufzuspüren und zu behandeln. Dabei wird berücksichtigt, dass ein Symptom bei verschiedenen Patienten unterschiedliche Ursachen haben kann, die entsprechend individuell therapiert werden müssen. Mit seinen Händen sucht und identifiziert der Osteopath Einschränkungen, Spannungen und „Verklebungen“ im Körper, die zu Schmerzen führen.

Durch den ganzheitlichen Ansatz der Osteopathie erfolgt die Behandlung nicht nur im akuten Schmerzbereich. So kann es sein, dass zum Beispiel Kopfschmerzen am Fuß, Rückenschmerzen am Kopf, Magenprobleme an der Brustwirbelsäule oder Ischiasbeschwerden am Dickdarm behandelt werden. Jeder Patient erhält dabei immer eine individuell auf ihn abgestimmte osteopathische Behandlung, um die Selbstheilungskräfte des eigenen Körpers zu aktivieren.

Die Osteopathie reaktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers

»Der Mensch ist die Apotheke Gottes« – Mit diesem Bild umschrieb der Begründer der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, unsere Selbstheilungskräfte. Die Osteopathie basiert also auf den Selbstheilungskräften des Körpers und seiner Organe.

Stellen wir uns einen alten Apothekerschrank mit seinen vielen Türen und Schubladen vor, in denen verschiedene Heilmittel lagern.

Man könnte sagen, der Osteopath schließt die Türen auf und öffnet vorsichtig klemmende Schubladen, damit der Organismus sich nehmen kann, was er zu seiner Heilung braucht. Die osteopathische Behandlung gibt dem Körper Impulse, eigene Mittel und Kräfte freizusetzen, die zur Selbstheilung erforderlich sind. Als solches ist die Osteopathie keine Konkurrenz zur Schulmedizin, sondern eine Ergänzung, die bei vielen Erkrankungen als unterstützende Therapie eingesetzt wird.

Manuelle Behandlungsformen – wo liegt der Unterschied zwischen Osteopath und Chiropraktiker?

Genau wie in der Chiropraktik werden in der Osteopathie die Hände zur Behandlung eingesetzt. Der wesentliche Unterschied zwischen Osteopath und Chiropraktiker ist dabei der Fokus ihrer Behandlung. Während sich die Chiropraktik schwerpunktmäßig mit der Wirbelsäule und den Gelenken und ihren Auswirkungen auf die Funktionen des Nervensystems befasst, berücksichtigt die Osteopathie alle Wechselwirkungen zwischen dem Bewegungsapparat (parietale Osteopathie), den inneren Organen (viszerale Osteopathie) und den Strukturen des Craniums (cranio-sacrale Osteopathie).

Die berufsbegleitende Ausbildung zum Osteopathen umfasst 1350 Unterrichtsstunden über einen Zeitraum von fünf Jahren und wird mit einer Prüfung vor einem internationalen Gremium abgeschlossen. „Osteopathie“ ist noch kein geschützter Begriff. Umso wichtiger ist es, dass Sie einen professionellen Therapeuten finden, der erkennt, ob und mit welchen osteopathischen Techniken er Ihnen helfen kann. In meiner Praxis für Osteopathie in Köln Sülz nehmen wir uns Zeit für die individuelle Betrachtung Ihrer Krankengeschichte. So können wir beurteilen, inwiefern eine osteopathische Behandlung – ggf. auch als begleitende Therapie – in Ihrem Fall helfen kann.

bereiche der OSTEOPATHIE

1

Viszerale Osteopathie

In der viszeralen Osteopathie werden die Verschieblichkeiten und das funktionelle Zusammenspiel der inneren Organe getestet und behandelt.

Die viszerale Osteopathie löst Spannungen der Organe mit ihrer Umgebung

Die meisten Organe des Menschen sind gegeneinander beweglich. Dies verdanken sie Hüllen, von denen jedes Organ umgeben ist, und die wie Gleitflächen wirken. Jede pathologische bzw. mechanische Einwirkung z. B. durch Operation, Entzündung oder Verletzung führt zu einer “viszeralen Fixierung” (lat. viszera = Eingeweide/Organ) des betroffenen Organs. Dies führt dazu, dass das betroffene Organ nicht länger frei beweglich ist, sondern mit einer anderen Struktur im Körper „verklebt“.
Die auf diese Weise entstehenden Spannungen im Körper können Beschwerden hervorrufen. Das Ziel des Osteopathen ist es, mithilfe von viszeralen Techniken die funktionelle Störung des Organs zu beheben bzw. die Beweglichkeit der Hülle in ihrer Umgebung zu verbessern.

2

Parietale Osteopathie

Die parietale Osteopathie befasst sich als weitere osteopathische Technik mit der manuellen Untersuchung und Behandlung des gesamten Bewegungsapparates, bestehend aus Gelenken, Wirbeln, Muskeln,
Bändern und Faszien.

Die parietale Osteopathie behandelt Kompensationen des Bewegungsapparates

Bei jedem Bewegungsablauf arbeiten Gelenke, Muskeln und Faszien in so genannten Ketten. So stehen z. B. der Fuß, das Kniegelenk und die Hüfte in unmittelbarer muskulärer und faszialer Verbindung. Am Knie befinden sich Muskelansätze, die ihren Ursprung sowohl am Fuß als auch am Becken haben. Wenn eines dieser Gelenke eingeschränkt oder verletzt ist, muss ein anderes Gelenk dies kompensieren. Man kann das mit einem Bauklötzchenturm vergleichen: Wenn ein Klotz aus der Reihe tanzt, müssen die darüber bzw. darunter liegenden es ausgleichen, damit der Turm im Gleichgewicht bleibt.
Praxisbeispiel: Rückenbeschwerden als Ursache einer Kompensation im Fußbereich – Eine Fehlstellung des Fußes, etwa aufgrund einer alten Verletzung, muss möglicherweise vom Kniegelenk kompensiert werden, um die Beckenstellung und damit die Basis der Wirbelsäule waagerecht zu halten. Dies kann Beschwerden verursachen, die z. B. durch Röntgen nicht festgestellt werden können, da im Röntgenbild meist die angrenzenden Gelenke nicht miteinbezogen werden.
Das Ziel der parietalen Osteopathie ist es, solche Kompensationen mit Hilfe von Bewegungstests zu finden und zu behandeln. Dabei lässt sich das Beispiel auf alle Bereiche des Bewegungsapparates übertragen – zum Beispiel können Wirbelsäulenbeschwerden ihre Ursache in weit entfernten Gelenken und muskulären Spannungsveränderungen haben.

3

Cranio-sacrale Osteopathie

Bei der cranio-sacralen Osteopathie handelt es sich um eine Behandlung des Schädels in Verbindung mit dem Kreuzbein und ihren beeinflussenden Faktoren.

Cranio-sacrale Techniken lösen Blockaden und Spannungen im Schädelbereich

Die Bezeichnung dieses Teilbereichs der osteopathischen Techniken ergibt aus den beiden grundlegenden Elementen des cranio-sacralen Systems, dem Cranium (lat. für Schädel) und dem Sacrum (lat. für Kreuzbein). Die cranio-sacrale Osteopathie reguliert den Fluss der Gehirnflüssigkeit (Liquor) und die so genannten Spannungsmembranen des Schädels (Hirnhäute).
Teile der Hirnhäute setzen sich im Wirbelkanal fort und bilden somit die Verbindung zwischen Schädel und Kreuzbein. Da alle Schädelknochen beweglich sind, kann es wie bei jedem anderen Gelenk auch zu Störungen in ihrer Beweglichkeit kommen. Diese können durch cranio-sacrale Techniken behandelt werden.

Die viszerale Osteopathie löst Spannungen der Organe mit ihrer Umgebung

Die meisten Organe des Menschen sind gegeneinander beweglich. Dies verdanken sie Hüllen, von denen jedes Organ umgeben ist, und die wie Gleitflächen wirken. Jede pathologische bzw. mechanische Einwirkung z. B. durch Operation, Entzündung oder Verletzung führt zu einer “viszeralen Fixierung” (lat. viszera = Eingeweide/Organ) des betroffenen Organs. Dies führt dazu, dass das betroffene Organ nicht länger frei beweglich ist, sondern mit einer anderen Struktur im Körper „verklebt“.
Die auf diese Weise entstehenden Spannungen im Körper können Beschwerden hervorrufen. Das Ziel des Osteopathen ist es, mithilfe von viszeralen Techniken die funktionelle Störung des Organs zu beheben bzw. die Beweglichkeit der Hülle in ihrer Umgebung zu verbessern.

Die parietale Osteopathie behandelt Kompensationen des Bewegungsapparates

Bei jedem Bewegungsablauf arbeiten Gelenke, Muskeln und Faszien in so genannten Ketten. So stehen z. B. der Fuß, das Kniegelenk und die Hüfte in unmittelbarer muskulärer und faszialer Verbindung. Am Knie befinden sich Muskelansätze, die ihren Ursprung sowohl am Fuß als auch am Becken haben. Wenn eines dieser Gelenke eingeschränkt oder verletzt ist, muss ein anderes Gelenk dies kompensieren. Man kann das mit einem Bauklötzchenturm vergleichen: Wenn ein Klotz aus der Reihe tanzt, müssen die darüber bzw. darunter liegenden es ausgleichen, damit der Turm im Gleichgewicht bleibt.
Praxisbeispiel: Rückenbeschwerden als Ursache einer Kompensation im Fußbereich – Eine Fehlstellung des Fußes, etwa aufgrund einer alten Verletzung, muss möglicherweise vom Kniegelenk kompensiert werden, um die Beckenstellung und damit die Basis der Wirbelsäule waagerecht zu halten. Dies kann Beschwerden verursachen, die z. B. durch Röntgen nicht festgestellt werden können, da im Röntgenbild meist die angrenzenden Gelenke nicht miteinbezogen werden.
Das Ziel der parietalen Osteopathie ist es, solche Kompensationen mit Hilfe von Bewegungstests zu finden und zu behandeln. Dabei lässt sich das Beispiel auf alle Bereiche des Bewegungsapparates übertragen – zum Beispiel können Wirbelsäulenbeschwerden ihre Ursache in weit entfernten Gelenken und muskulären Spannungsveränderungen haben.

Cranio-sacrale Techniken lösen Blockaden und Spannungen im Schädelbereich

Die Bezeichnung dieses Teilbereichs der osteopathischen Techniken ergibt aus den beiden grundlegenden Elementen des cranio-sacralen Systems, dem Cranium (lat. für Schädel) und dem Sacrum (lat. für Kreuzbein). Die cranio-sacrale Osteopathie reguliert den Fluss der Gehirnflüssigkeit (Liquor) und die so genannten Spannungsmembranen des Schädels (Hirnhäute).
Teile der Hirnhäute setzen sich im Wirbelkanal fort und bilden somit die Verbindung zwischen Schädel und Kreuzbein. Da alle Schädelknochen beweglich sind, kann es wie bei jedem anderen Gelenk auch zu Störungen in ihrer Beweglichkeit kommen. Diese können durch cranio-sacrale Techniken behandelt werden.